Willkommen in Wuppertal!

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Die gute Nachricht:
Wuppertal mausert sich zur Kongress-Stadt.
Aktuell der „1. Deutsch-Chinesische  Automobilkongress“, immerhin „die innovative
Kommunikationsplattform für den unternehmerischen Erfahrungsaustausch zwischen
Deutschland und China“, so die Aussage der Wirtschaftsförderung Wuppertal.
Jetzt über 400 internationale Gäste beim „Kongress G-Forum“ in Wuppertal,
einer einzigartigen Plattform für den wissenschftlichen Gedankenaustausch und
den Dialog mit der Praxis. Kurz: „Die größte Konferenz zu Entrepreneurship,
Innovation und Mittelstand im deutschsprachigen Raum“, lt. Veranstalter.
Und: Wuppertal ist wieder mit dem Zug erreichbar. Über den Hauptbahnhof.

Willkommen in Wuppertal 2
Die schlechte Nachricht:
Das Eingangstor zur Stadt ist nach wie vor eine Baustelle.
Der Zugang zur Innenstadt, zu der einmaligen Schwebebahn, der preisgekrönten
Historischen Stadthalle am Johannisberg und anderen Sehenswürdigkeiten
ist ein Provisorium, das abschreckender kaum sein könnte.
Und: Dummerweise ist Wuppertal wieder mit dem Zug erreichbar.
Über den Hauptbahnhof.

Willkommen in Wuppertal 3
Für einen ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!
Wir sollten überlegen, ob wir diese Chance weiterhin vertun, oder ob wir
Kommunikations-Räume nutzen wollen, die unseren Anspruch als interessante,
weltoffene und zukunftsorientierte Stadt nach innen und außen deutlich macht.
Vielleicht auch, bei der geplanten Namensfindung für den „Neuen Döppersberg“.

Wäre es nicht angebracht, dass WUPPERTAL zumindest in europäischen Dimensionen
denkt und der „Neue Döppersberg“ zum Europaplatz wird?
Zumindest, wenn er mal fertig ist.

Weitere Informationen:

Vok Dams ATELIERHAUS Facebook
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One Response to Willkommen in Wuppertal!

  1. Dieter Busch sagt:

    Ich möchte sie auf das exzellente Buch unseres Stadtarchivars hinweisen.

    https://www.amazon.de/Wuppertal-wie-war-St%C3%A4dte-waren/dp/3770015800/ref=%20sr_1_1/260-1210685-6250949?s=books&ie=UTF8&qid=1507366771&sr=1-1

    Das Buch liest sich wie eine Ausstellung und ist profund. Es ist exzellent geeignet, als Präsent versendet zu werden, um auf das Gesamtbild dieser Stadt umfassend und tiefgründig hinzuweisen.

    Vertiefende Texte vom Autor finden sich übrigens auf dem Internet

    https://www.wuppertal.de/kultur-bildung/stadtarchiv/102370100000466708.php

    Ich möchte hiermit einmal dringlich hinweisen, dass es bei dem Bild von Wuppertal in keiner Weise um die Schwebebahn geht. Das Gesamtbild dieser Stadt , die eine der ersten Boom Towns in Deutschland im Industriebereich war (nicht die Ruhr Region!!!) , erschließt sich schwierig kann aber Sinnbild für heutige Entwicklungen und Risiken sein.

    Ihr letzter Newsletter (Konferenz) fügt sich in das Bild ein. Der Boom kommt über Innovation – dahinter stecken innovative weltoffene Geister – und geschäftlicher Erfolg. Und hinter all dem stecken Netzwerke von Menschen, die das alles antizipieren und in Dynamik wandeln. Nichts kommt von Nichts.

    Und hier lese ich bei Ihnen wenig über unseren Rektor der Universität Herrn Dr. Koch.

    https://www.solinger-tageblatt.de/rhein-wupper/wuppertal-lambert-koch-rektor-jahres-7417876.html

    Herr Dr. Koch ist der Innovation tief verpflichtet. Das sind die Geister , die wir brauchen.

    In diesem Sinne möchte ich nicht immer von der Schwebebahn hören – sondern von den Menschen, die Dynamik treiben. Im ähnlichen Sinne und nicht weniger aktuell deutet Wuppertal auf die Risiken einer ungesteuerten Industrie-und-Kapitalismus Entwicklung. In dieser Stadt wurden maßgebliche Ideen zu Risiken (Engels) und auch konkrete soziale Modelle (Elberfelder
    Modell) entwickelt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Elberfelder_System

    Armut führt zu Elend und Aufstand und dann ist es auch für die Oberschicht nicht mehr sicher und komfortabel. Ich habe viele Länder bereist und immer wieder finden sich ähnliche Strukturen. Wuppertal ist wie ein Modell dieser Dynamiken. Offshoring ging damals beim Vater Engels so: man geht dahin wo Energie und billige arme Arbeitskräfte sind – ins bergische Land zu den Flüssen (siehe Museum für Frühindustrialisierung). Es hat sich Garnichts geändert. Und noch ein Wort – Facebook war damals die Kneipe – da hat man sich ausgetauscht – heute hat man mehr Reichweite ja – aber auch alles sehr menschlich.

    Mit freundlichem Gruß – ihr Nachbar

    Dieter Busch

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