Prof. Diemut Schilling:
„Fotografieren wir uns zu Tode?“

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Prof. Diemut Schilling „Fotografieren wir uns zu Tode?“

„Fotografieren wir uns zu Tode?“ fragt Professorin Diemut Schilling in
ihrem Einführungsreferat am Sonntag, den 27. Oktober 2019 um 11:30 Uhr im
Wuppertaler Vok Dams ATELIERHAUS.

Anlass ist die Ausstellung “Bilder:Sprache” des Foto-Künstlers und Designers
Wolfgang Schreier die dort noch bis zum 8. November 2019 zu sehen ist.

Im Rahmen ihrer Künstlergespräche lädt die Galerie zu einer Vortrags-
und Diskussionsrunde zum Thema:
“Fotografie zwischen Kitsch und Kunst” oder “Fotografieren wir uns zu Tode?”.
Gastreferentin ist Professorin Diemut Schilling, Dozentin im Fachbereich Mediendesign
an der Bergischen Universität Wuppertal.
Sie ist Mitglied im Rat für kulturelle Bildung und hat unter anderem in der Jury
des Wuppertaler Fotopreises mitgewirkt.
Geladen sind Fotografen, Künstler, Kunstschaffende und Interessenten zu
einer moderierten Diskussion.

 

Gäste sind willkommen, der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen:

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One Response to Prof. Diemut Schilling:
„Fotografieren wir uns zu Tode?“

  1. Klaus J. Pöhls sagt:

    „Fotografieren wir uns zu Tode?“
    Das ist eine spannende Frage.
    Warum?

    Nehmen wir solche Idiome wie
    ” ..sich zu Tode arbeiten…”
    oder
    “…sich zu Tode langweilen…”

    dann gibt das Verb Auskunft über die Todesursache.
    Also: Der Japaner arbeitet sich zu Tode.

    Der Langweiler langweilt sich zu Tode.
    (Es ist durch Untersuchungen belegt,
    dass Gelangweilte viele Jahre eher sterben.
    Nachvollziehbar ist das).

    „Fotografieren wir uns zu Tode?“
    Bei dieser Frage, diesem Idiom gibt das Verb keinen Hinweis auf die Todesursache.
    Oder stirbt der Fotograf an der Überdosis aufgenommener Bilder?

    Oder könnte gemeint sein, dass der Rezipient an der Überdosis
    von Fotografien zugrunde geht?

    Oder ist es nur eine Metapher mit unscharfen Konturen?

    Oder ist eventuell denkbar, dass die “Motivlosigkeit” der Fotografie,
    gepaart mit der omnipräsenten Fotografierwut durch z.B. Handies
    zum Mindesten zu einem Scheintot der Betrachter führen kann,
    also so etwas wie ein “Foto-Wachkoma”??

    Auf alle Fälle scheint es so zu sein, dass
    nicht die Fotografen zu Tode kommen, die sich zu Tode fotografieren
    sondern eher ihre Opfer.
    Die motivlos operierenden Fotografen
    (wo also das Bild nicht mehr im Kopf sondern nur noch in der
    Kamera entsteht), sind so was von resistent und außerdem große Künstler – glauben sie.

    Was kann man tun in dieser Welt der Bilderflutung?
    Vielleicht hat Leica die Idee als erster:

    Es werden in Zukunft Kameras verkauft,
    bei denen mit jedem Auslösen k e i n Bild zustande kommt.
    So könnten wir uns alle zurück ins Leben fotografieren.

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