Archives for Juli 2015

Talwaerts – wie geht Erfolg ?

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Die Ausnahmezeitung „talwaerts“ ist „die Wochenzeitung für Wuppertal. Unabhängig und
ohne Werbung. Gemacht von Journalisten, die ihre Stadt mögen“. So formulieren die Macher
das in ihrer Sonderausgabe (Juli 2015) zur  Abonnentenwerbung selbst.
Und weiter: „Dass (…) ausgerechnet in Wuppertal eine neue Wochenzeitschrift entstanden
ist, ist kein Zufall. Wuppertal erfindet sich derzeit neu. Viele spannende und erfolgreiche
Projekte haben unsere Stadt in den vergangenen Jahren lebenswerter gemacht“.

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Eines der spannenden und erfolgreichen Projekte ist „talwaerts“ aus Marketing-Sicht selber.
Ein interessantes Experiment in Zeiten des Internet, das nach einem Jahr seines Bestehens
seine Überlebensfähigkeit und Existenzberechtigung bewiesen hat.

„Wuppertal ist eine tolle und lebenswerte Stadt – und wir packen das jetzt an. In dieser
Tradition sieht sich auch die Wochenzeitung talwaerts“, so der Chefredakteur Jan Filipzik.
Es freut uns, dass über unsere Einstellung zu diesem Thema in der Ausgabe vom 24. Juli
2015 ebenfalls ausführlich berichtet wurde.

Weitere Informationen:

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Ein Foto von einem Foto, das es nicht gibt!

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Alle sprechen in diesen Tagen von Tuffi. Die Geschichte ist auch zu schön.
Am 21. Juli 1950 endete die Schwebahnfahrt des vier Jahre alten Elefanten Tuffi aus dem
Zirkus Althoff mit einem Sprung in die Wupper. Die als Marketing-Gag für den Zirkus
arrangierte Fahrt wurde dadurch unfreiwillig zu einer unvergesslichen Geschichte, von der
Wuppertal und die Schwebebahn heute noch zehren.
Aus Marketingsicht: Storytelling im besten Sinne des Wortes.

Ein Foto zu dem ungeplanten Ausbruch und dem (unbeschadeten) Sprung aus 10 Meter
Höhe gab es natürlich nicht. Die Pressefotografen waren alle in der Schwebebahn und
hatten keinen guten Standpunkt für Fotos.

Zu ihrem Artikel verwendet die Wuppertaler Rundschau vom 11.Juli 2015 dann auch ein
bekanntes Postkartenmotiv und schreibt dazu:
„Unser Foto zeigt die bekannte Montage, die es viel Jahre als Postkarte zu kaufen gab“.
Nicht weit vom historischen Ort feierte Wuppertal dann auch am 21. Juli den 65. Jahrestag
des kuriosen Tuffisprungs.

Wer es jetzt noch nicht glaubt, dass die Geschichte tatsächlich passiert ist, dem können wir
auch nicht mehr helfen.

Weitere Informationen:

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Berlin, die langweiligste Kunstmetropole der Welt?

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Von der Heydt-Museum: „Menschen im Museum“ (1967)

Die ALBERTINA in Wien könne noch einige Besucher verkraften, hatte ich in meinem letzten
Blog-Eintrag notiert. Dazu passt ein Artikel des SPIEGEL (27/2015) der in einem Beitrag von
Ulrike Knöfel unsere Hauptstadt Berlin als „die langweiligste Museumsmetropole der Welt“
definiert.
„Kaum eine andere Stadt besitzt so viel schöne Kunst – und gibt sich so viel Mühe, Besucher
fern zu halten“ konstatiert sie und belegt diese Aussage mit dem Vergleich von
Besucherzahlen in den meist besuchten Museen der Welt:
National Gallery (London) 6,4 Mio. Besucher, Alte Nationalgalerie (Berlin) 0,3 Mio. Besucher.

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SPIEGEL (27/2015)

Ein nicht ganz neues Phänomen. Die Diskussion, ob steuerfinanzierte Museen
ausschließlich für die Archivierung und kunsthistorische Betreuung zuständig sein sollten
oder einem Bildungs- und Informationsauftrag für die Bürger nachzukommen hätten, war
schon in den 1960er Jahren entbrannt.
„Menschen im Museum“ war dann auch meine Antwort darauf und der Titel einer Foto-Serie,
die ich im Auftrag der „Westdeutschen Rundschau“ (Wuppertal) erstellte, die als Serie
veröffentlicht, in einem Sonderdruck zusammengefasst und in einer Ausstellung u. a. im
Von der Heydt-Museum in Wuppertal gezeigt wurde.

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Sonderdruck (1967): Museum, Westdeutsche Rundschau, Presse- und Werbeamt

Nachzulesen in unserem Buch „50 Jahre KommunikationDirekt, Entstehung und Entwicklung
von Event- und Live-Marketing“, das der damalige Feuilleton-Redakteur und spätere
Geschäftsführer der Filmstiftung NRW, Prof. Michael Schmid-Ospach, in seinem Beitrag wie
folgt kommentiert:

„Menschen im Museum. Ein schwarz-weißes Zeugnis für die Kunst und ihre Rezeption. “Wirklich
lebende Menschen” wie es bei Else Lasker-Schüler heißt, vor großen Kunstwerken. Wie verhält sich
das, welche Spannung entsteht, Ehrerbietung oder Begeisterung – der Fotograf hat uns – seine
vornehmste Aufgabe, die Augen geöffnet – und mehr. Man begann nachzudenken, über die Rolle der
Malerei, über die Öffnung der Museen, über die soziale Situation der Menschen, die in die Tempel
der Kunst gehen. (…). Bildungskultur im Von-der-Heydt-Museum oder doch eine von allen bezahlte
Kultur für alle. Auch für die Fotografie war das ein entscheidender Schritt.“

Weitere Informationen:


www.amazon.de

“„50 Jahre KommunikationDirekt“,
die Erfolgsstory der Direkten Wirtschaftskommunikation

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Wien: Albertina und Challery

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Challery im Wohnsalon: Vernissage

CHALLERY kennen Sie nicht? Die ALBERTINA aber wohl?

Nun, kein Wunder, die Challery ist nach Aussagen des Initiators Michael Schmidt-Ott
Österreichs erste Charity Gallery. Angelegt als Pop-up-Galerie ist sie seit Mitte Juni im
ersten Stock des Wohnsalon in der Schwertgasse 4, 1010 Wien, zu finden.
Ein Umfeld, das sich Design und Funktion auf die Fahnen geschrieben hat.

Alle Werke, die in der Challery zum Verkauf angeboten werden, wurden gestiftet.
Der Erlös aus dem Verkauf geht an soziale Einrichtungen.
In diesem Fall an das  CS Hospiz Rennweg in Wien. Eine gute Idee – meinen Sie nicht auch?

Weitere Informationen zu den KünstlerInnen und dem Konzept der Challery finden Sie unter
www.challery.net und auf Facebook.

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Wenn Sie denn schon mal in Wien sind, um in der Challery vorbei zu schauen,
empfehle ich auch in unmittelbarer Nähe einen Besuch der altehrwürdigen ALBERTINA
mit einer Ausstellung der US-amerikanischen Künstlerin und Fotografin Lee Miller (1907-1977).

Eindrucksvolle Arbeiten einer Surrealistin, die als Model begann, sich in den Jahren bis 1945
zu einer Kriegsreporterin entwickelte und mit anderen Künstlern wie Man Ray, Roland
Penrose und dem Fotografen David Scherman zusammenarbeitete.

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ALBERTINA in Wien: Lee Miller

Fazit: Einige zusätzliche Besucher könnte die ALBERTINA noch verkraften.

Weitere Informationen:

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EXPO MILANO 2015: Der Deutsche Pavillon, Anspruch und Wirklichkeit

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Form und Inhalt

Ein anspruchsvolles Thema (Feeding the Planet, Energie for Life), imposante
architektonische Bauten und eindrucksvolle Präsentationen prägen die Weltausstellung
in Mailand.

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DEUTSCHER PAVILLON

So präsentiert sich dann auch der DEUTSCHE PAVILLON gewohnt großzügig, stark im
Gesamtauftritt und kleinteilig mit Interaktionen und vielen Informationen unter dem Motto
“Fields of Ideas”.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dazu: “Deutschland ist das Land der Innovationen.
Wir werden auf der Expo unsere Ideen und Lösungsansätze aus Politik, Wirtschaft,
Forschung und Zivilgesellschaft für die Herausforderungen einer zukünftigen nachhaltigen
Welternährung präsentieren”.

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Product Placement aus Bayern

Die aktuelle Ernährung hungriger Besucher, wurde pragmatisch auf bayerische Art gelöst.
Abweichend vom Design-Konzept, aber immerhin authentisch.
Aus Marketing-Sicht: Product-Placement vom Feinsten!

Weitere Informationen:

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